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Wie du ohne DAW an einem Beat-Battle teilnimmst
Fast alle setzen FL Studio und einen Upload voraus. Du brauchst beides nicht. Was eine DAW hier tatsächlich liefert, die drei Wege ohne sie und worauf du wirklich verzichtest.
Praktisch jedes Beat-Battle, das du findest, setzt dasselbe voraus: dass du eine DAW besitzt, dass du sie gut genug beherrschst, um darin zügig zu arbeiten, und dass du vor der Deadline eine Datei bouncen und hochladen kannst. Das sind drei getrennte Hürden, aufgetürmt vor einem Wettbewerb, in dem es eigentlich darum gehen soll, ob du einen Beat schreiben kannst.
Nichts davon ist tatsächlich nötig.
Was eine DAW hier liefert
- Ein Raster, auf dem Noten zeitlich platziert werden.
- Einen Satz Klänge, die darauf gesetzt werden.
- Eine Uhr, damit das Ganze in einem Tempo abspielt.
- Einen Weg, das Ergebnis als Audio herauszubekommen.
Für einen Battle-Beitrag ist das die vollständige Liste. Sidechain, Busse, ein Plug-in-Ordner und eine Sample-Bibliothek sind Dinge, die eine DAW ebenfalls hat, und keines davon trägt acht Takte, die in vier Minuten entstehen.
Die drei Wege hinein
Ein Editor im Browser. Raster, Kit und Uhr laufen in einem Tab, es gibt nichts zu installieren, und es gibt keine Datei zu bouncen oder hochzuladen, weil der Beitrag die Seite nie verlässt. Einen Beat online machen, ohne etwas zu installieren geht das vom leeren Raster aus durch.
Ein Handy. Ein Step-Sequencer auf einem Handy ist ein echtes Instrument und war es immer — die Einschränkung ist der Bildschirm, nicht die Software. Wenn ein Battle eine Audiodatei annimmt, kann ein Handy eine liefern.
Der Rechner von jemand anderem. Unglamourös und völlig legitim: zwanzig Minuten am Laptop einer Freundin reichen für einen asynchronen Beitrag, und so haben sehr viele Produzenten ihre ersten zehn Beats gemacht.
Worauf du tatsächlich verzichtest
Ehrlich gesagt: ein Browser-Editor hat weniger Klänge als eine volle Bibliothek, keine Drittanbieter-Plug-ins und weniger Tiefe beim Mischen. In einem langen asynchronen Battle, in dem alle eine Woche haben, ist dieser Abstand real und du wirst ihn spüren.
In einem Battle auf Zeit ist er nahezu bedeutungslos, weil in vier Minuten ohnehin niemand nach all dem greift. Die Beiträge, die kurze Runden gewinnen, sind die mit einer klaren Idee und drei Klängen, nicht die mit der tiefsten Signalkette.
Was du gewinnst
Der Rüstaufwand geht auf null, und das ändert, wie oft du teilnimmst. Die Produzenten, die sich am schnellsten verbessern, sind nicht die mit der besten Vorlage — es sind die, die in diesem Quartal an elf Battles teilgenommen haben statt an zwei. Kopf an Kopf als Übungsmethode führt dieses Argument aus.
Es nimmt außerdem die Ausrede weg. Wenn die Teilnahme einen Link und einen Anzeigenamen kostet, bleibt nur noch die Frage, ob du etwas Gutes schreibst — und genau die soll ein Battle stellen.
Four minutes is shorter than it sounds.
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